In der Forschungsabteilung für Neurorehabilitation der Universitätsklinik Virgen Macarena, Sevilla (Spanien), wird unsere Gehhilfe ReMoD unter der Leitung von Anja Hochsprung bereits eingesetzt und erfolgreich an verschiedenen Krankheitsbildern getestet. Eine entsprechende Studie ist in Arbeit. (Das gesamte Bildmaterial in diesem Beitrag stammt von Anja Hochsprung, Sevilla, Spanien.)

 Klick hier für Video: Gangbild einer Hemiparesepatienten ohne (links) und mit unserer Gehhilfe ReMoD (rechts)

Die Gehhilfe wird in der spanischen Universitätsklinik sehr früh und mit Erfolg u.a. zur Vertikalisierung und Mobilisierung von akuten Schlaganfallpatienten eingesetzt.

Bei der Mobilisierung akuter Schlaganfallpatienten wird wie folgt vorgegangen:

  1. Der Patient wird aufgerichtet und in einem (beweglichen) Stehtrainer fixiert. Der Patient hat in der Regel Angst, das gelähmte Bein ausreichend zu belasten, mit unserer Gehhilfe ReMoD erlernt er zunächst den aufrechten Stand und die Gewichtsverlagerung, also den Wechsel zwischen Standbein und Spielbein. Erst, wenn das gelähmte Bein ausreichend belastet wird, sendet die ReMoD Gehhilfe ein Signal (siehe Abbildung unten). Die Aufgabe für den Patienten besteht darin, die Bewegung so weit auszuführen, bis das Signal kommt.
  2. Danach unternimmt der Patient, gestützt von zwei Trainern, erste Schritte. Mittels unserer Gehhilfe ReMoD kann er seine Oberkörperhaltung selbst beurteilen und bei Bedarf korrigieren. (Siehe Abbildung unten)
  3. Nachdem der Patient die nötige Sicherheit beim Gehen wiedererlangt hat, werden nach und nach die unterstützenden Maßnahmen der Trainer eingestellt und auch die Gehhilfe abgelegt. (Siehe Abbildung unten)

 

In der Abbildung unten sehen Sie den Vergleich zweier Messergebnisse aus dem Ganglabor der Forschungsabteilung für Neurorehabilitation der Universitätsklinik Virgen Macarena. Die Grafik zeigt das Gangbild eines Patienten mit Verlust einer Gehirnhälfte vor (links) und nach (rechts) dem Gehtraining mit unserer Gehhilfe ReMoD.  Das Gangbild des Patienten konnte nicht nur deutlich verbessert, sondern die mögliche zurückzulegende Wegstrecke und seine Gehgeschwindigkeit beachtlich erhöht werden (siehe Foto und Video weiter unten).

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Erste Forschungsergebnisse wurden vorgestellt auf dem CONGRESO ANDALUZ DE ICTUS und dem  INTERNATIONAL PHYSICAL THERAPY CONGRESS OF CASTILLA-LA MANCHA.